Verkaufsplattformen: Die 10 besten Online-Marktplätze

Du möchtest deine Produkte online verkaufen und bist auf der Suche nach einer guten Verkaufsplattform? – In diesem Artikel erhältst du einen Überblick über die 10 besten Online Marktplätze.

Der Einstieg als Online Händler ist gar nicht so schwierig wie man zunächst vermuten würde. Das liegt zum einen daran, dass es mittlerweile eine Vielzahl von Online Marktplätzen gibt, über die man seine Waren verkaufen kann und zum anderen findest du im Internet kostenlos zahlreiche Guides mit Tipps für einen erfolgreichen Online Handel. Ich kann dir den folgenden Guide zum Thema Online Händler werden empfehlen.

Inzwischen gibt es eine große Auswahl an Verkaufsplattformen im Internet, auf denen du als Online Händler deine Ware anbieten kannst. Aber für welches Portal solltest du dich entscheiden, um den größtmöglichen Absatz zu erzielen?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist eine Verkaufsplattform?
  2. Effizient Online Verkaufen
  3. Woraus besteht dein Listing auf einer Verkaufsplattform?
  4. Den richtigen Online Marktplatz finden
  5. Die besten Online Marktplätze im Vergleich
  6. Fazit – Verkaufsplattformen
  7. FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Verkaufsplattform?

Eine Verkaufsplattform beschreibt einen virtuellen Ort (beispielsweise eine Website oder eine App), an dem Waren und Dienstleistungen angeboten werden. Inzwischen gibt es sogar Verkaufsplattformen, die sich auf bestimmte Produktgruppen, wie beispielsweise Elektronik, Kinderspielzeug etc. spezialisiert haben. Die Preise werden je nach Marktplatz vom Anbieter selbst bestimmt oder auf Auktionsplattformen durch die Kunden in die Höhe getrieben.

Effizient Online Verkaufen

Verkaufsplattform oder eigener Online Shop? – Wahrscheinlich hast du du schon mal darüber nachgedacht, deinen eigenen Online Shop aufzuziehen und deine Produkte dort zu verkaufen. Auch diese Form des Onlinehandels stellt eine geeignete Alternative dar. Jedoch ist es besonders zu Beginn schwierig Kunden auf den eigenen Onlineshop zu locken. Dementsprechend bietet es sich an, auf eine Verkaufsplattform zurückzugreifen, die bereits eine hohe Reichweite und somit viele Besucher hat.

Wenn du dich dazu entschließt deine eigenen Produkte über einen externen Marktplatz zu verkaufen hat das außerdem den Vorteil, dass du dich nicht um sämtlich technische Angelegenheiten kümmern musst. So musst du dich zumindest nicht mit Server-Ausfällen, Server-Überlastungen oder sonstigen Unannehmlichkeiten herumschlagen.

Grundsätzlich unterscheidet sich ein digitaler Handelsplatz nicht großartig von der analogen Variante: Händler und Händlerinnen bieten ihre Waren zum Verkauf an. Wie beim Ladengeschäft auch, reicht es für den Verkäufer nicht unbedingt aus, den günstigsten Preis anzubieten. Oftmals bekommt derjenige Verkäufer den Zuschlag, welcher die größte Aufmerksamkeit auf sich zieht. Da die Konkurrenz im E-Commerce nochmal größer ist als bei traditionellen Marktplätzen ist es hier umso wichtiger, einen soliden Webauftritt zu errichten.

Woraus besteht dein Listing auf einer Verkaufsplattform?

Die meisten Verkaufsplattformen sind ähnlich aufgebaut und bestehen aus denselben Elementen. Die wichtigsten Bausteine deines Listings haben wir dir nachfolgend aufgelistet:

1. Produktfotos

Bei Analysen des Kaufverhaltens kam heraus, dass die Produktfotos das erste sind, was sich die Kunden anschauen. Daher ist es umso wichtiger, dass diese ansprechend und überzeugend für die Kunden sind. Nur mit ansprechenden Bildern klicken die Kunden auf dein Produkt für mehr Informationen.

Du brauchst am Anfang nicht sofort einen Produktfotografen für die Fotos beauftragen, besonders wenn du zu Beginn nicht das nötige Budget hast. Wenn du die Ausstattung hast, qualitativ hochwertige Bilder zu machen, nutze diese und mach deine Fotos selber. Wichtig dabei ist eine gute Ausleuchtung und eine hohe Bildschärfe.

2. Produkttitel

Das nächste wichtige Element deines Listings ist der Produkttitel. Dieser sollte sowohl die wichtigsten Keywords enthalten, als auch gut lesbar sein. Neben den Fotos ist der Titel das wichtigste Kaufkriterium, da sich der Kunde nach dem Betrachten des Produktfotos in der Regel auf den Titel konzentriert.

Generell sollte der Titel eher prägnant sein und alle wichtigen Informationen beinhalten. Das ist besser als irgendeinen aufdringlich-werblichen Titel zu benutzen.

Man würde meinen, je mehr Keywords im Titel benutzt werden, desto besser sei die Sichtbarkeit. Versuche zwar ein bis zwei wesentliche Keywords mit einzubauen, eine gute Lesbarkeit darf dabei jedoch nicht verloren gehen.

Vergiss nicht den Markennamen deines Produktes am Anfang des Titels zu nennen, denn mittlerweile ist dies auf vielen Plattformen Pflicht und es hilft, deine Markenbekanntheit zu steigern.

Im besten Fall kann man dem Titel das USP deines Produktes entnehmen, also das Alleinstellungsmerkmal, welches dich von der Konkurrenz abhebt. Tue dies nur, wenn der Titel nicht schon zu lang ist und dadurch die Übersichtlichkeit nicht verloren geht. Der Titel muss kundenorientiert bleiben und einfach geschrieben sein.

Hier noch ein paar formelle Tipps:

  • Nur den Anfangsbuchstaben von Substantiven groß schreiben, Wörter nicht komplett in Caps schreiben
  • Zahlen nicht ausschreiben
  • Sonderzeichen wie „!”, „?”, „&” u. a., Preis, Werbephrasen wie „Angebot”, „Sonderverkauf” etc. oder „Bestseller” solltest du vermeiden

3. Produktbeschreibung

Die Produktbeschreibung ist deine letzte Chance den Kunden zu einer Bestellung zu animieren und deine Conversion Rate zu erhöhen. Bei der Produktbeschreibung kannst du gerne einen kreativen Text entwerfen, welcher die Interessenten auf einer emotionalen Ebene anspricht. Das Produkt sollte mitsamt seinen Eigenschaften und Funktionen beschrieben werden. Des Weiteren bietet die Beschreibung eine gute Möglichkeit, um noch weitere Keywords unterzubringen.

Als sehr erfolgreich stellt sich ein Slogan zu Beginn der Beschreibung heraus. Ein Slogan erregt Aufmerksamkeit und der Kunde würde eher weiterlesen. Am besten stellst du in der Beschreibung ein Problem dar. Hier versuchst du wirklich, deinen Kunden emotional zu erreichen. Eventuell war dem Kunden das Problem vorher gar nicht bewusst, sodass du direkt ein weiteres Argument schaffst.

Wenn die Darstellung des Problems den Kunden richtig mitnimmt, ist der positive Effekt umso größer, wenn du ihm Anschluss dein Produkt als Lösung präsentierst. Diese Methode solltest du unbedingt in deine Produktbeschreibung einbauen, da durch ein Problem, welches jede Person nachvollziehen kann, ein emotionaler Bezug aufgebaut wird.

Abschließend fasst du deine besten Benefits nochmal kurz zusammen und fügst einen Call-to-Action hinzu. Dies ist eine freundliche Aufforderung, dein Produkt in den Warenkorb zu legen. Wenn deine Argumente bis dahin überzeugend waren, wird es dem Kunden den letzten Ruck geben, sich für dein Produkt zu entscheiden.

In diesem Artikel haben wir dir eine Anleitung für eine ansprechende Amazon Produktbeschreibung erstellt, welche du als Beispiel nutzen kannst.

4. Bullet Points

Nach dem Titel folgen meistens die Bullet Points. Beispielsweise werden dir bei Amazon fünf Stichpunkte zur Verfügung gestellt, die du alle bestmöglich nutzen solltest. Bei den Bullet Points ist es empfehlenswert, sich vorher zu überlegen, welche Zielgruppe man ansprechen möchte. So kannst du deinen Text dementsprechend anpassen. Jede Zielgruppe lässt sich durch verschiedene Formulierungen und Argumente überzeugen.

Stelle dir zu Beginn folgende Fragen:

  • Wie alt sind deine potenziellen Kunden?
  • Wie viel Geld verdienen sie?
  • Welche Hobbies könnten sie haben?
  • Wo kommen deine Kunden her?
  • Welches Problem wollen sie befriedigen?

Sehr effektiv ist in jedem Falle eine lebhafte Schreibweise. Du kannst ab und an Metaphern benutzen, um ein möglichst hohes Involvement bei deinen potenziellen Kunden auszulösen. Umständliche Formulierungen können deine Kunden sogar abschrecken.

Zusätzlich funktioniert ein großgeschriebenes Benefit am Anfang eines Bullet Points sehr gut. Hierzu ein Beispiel zur Veranschaulichung:

  • ROSTFREI: Da wir für unsere hochwertige Messerklingen Edelstahl verwenden…

Beenden kann man Bullet Points immer gut mit einem Ausrufezeichen, das motiviert nochmal extra. In jeden Bullet Point solltest du ein bis zwei deiner Keywords unterbringen. Diese kannst du auch wieder wunderbar mit deinen Vorteilen kombinieren. Außerdem solltest du die USP in deinen Stichpunkten erwähnen.

Wobei die technischen Daten und Fakten auch interessant sind, sollten die Bullet Points eher für die Benefits deines Produktes benutzt werden. Viele Seller stellen sich nicht die Frage, was der Kunde von deinem Produkt hat. Gibt es also Features, die dein Produkt in irgendeiner Weise hervorheben, solltest du diese unbedingt bei den Stichpunkten unterbringen. Formuliere diesen Bullet Point so, dass der Kunde versteht, welches Problem sich für ihn lösen würde, wenn er dieses Produkt kauft.

Hierzu ein Beispiel: Du bringst eine Schneeschippe auf den Markt, die unter anderem breiter ist als die der Konkurrenz. Dann wäre es nicht sinnvoll den Bullet Point folgendermaßen zu starten: „Schneeschippe mit einer Breite von 58,4 cm“.

Vermittle dem Kunden lieber, was er davon hat: „Erspart dir Zeit & Arbeit – Unsere Schneeschippe ist 15 cm breiter als herkömmliche Schippen. So bist du 3x schneller fertig und kannst dich wieder den angenehmen Dingen des Winters widmen!“

Tipp: Wenn es zu deinem Produkt passt, kannst du jeden Bullet Point mit einem Emoji beginnen, um das Interesse des potenziellen Käufers zu steigern. In diesem Beispiel wurde dies wunderbar umgesetzt:

Amazon bullet points

Nun hast du die nötigen Informationen, um mit deinem Produkt nicht nur einen guten ersten Eindruck zu erwecken, das Produkt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit den Kunden bei genauerem Betrachten überzeugen.

5. Suchmaschinenoptimierung

SEO oder auch Suchmaschinenoptimierung bezeichnet die Optimierung der Platzierung eines Produkts für bestimmte Suchanfragen. Im Prinzip geht es darum, dem Algorithmus zu zeigen, dass dein Produkt für eine bestimmte Suchanfrage sehr relevant ist und aus diesem Grund ganz oben in den Suchergebnissen erscheinen sollte.

Solltest du dir unsicher sein, wie man erfolgreich SEO betreibt, kannst du dir gerne unseren Guide zu dem Thema anschauen.

Den richtigen Online Marktplatz finden

Der erste Anbieter, der dir bei dieser Frage in den Kopf kommt, ist vermutlich der Branchenriese Amazon. Es ist aber so, dass Amazon nicht unbedingt die vielversprechendste Möglichkeit für dich darstellt. Abhängig von deinen Produkten und deiner gewünschten Kundschaft kann es Sinn machen, dir die Alternativen zu Amazon genauer anzuschauen. Dabei gibt es einige Kriterien, auf die du achten solltest:

  • Besucherzahlen: Tendenziell sind hohe Besucherzahlen auf den jeweiligen Handelsplattformen besser als niedrige. Insbesondere bei Nischen Produkten können jedoch Plattformen interessanter sein, welche zwar weniger Besucher haben, dafür jedoch vermehrt aus der richtigen Zielgruppe bestehen.
  • Zielgruppe: Einige Marktplätze haben sich auf eine bestimmte Produktgruppe spezialisiert. Dementsprechend solltest du nach Online Marktplätzen Ausschau halten, bei denen Kunden aus deiner Zielgruppe unterwegs sind.
  • Konkurrenz: Wenn deine Zielgruppe vermehrt auf einer bestimmten Plattform anzutreffen ist, kann es jedoch auch sein, dass die Konkurrenz besonders groß ist. In dem Fall kann es Sinn machen, sich eine Plattform auszusuchen, bei der die Konkurrenz weniger stark vertreten ist.
  • Kosten: Die Verkaufsplattformen stellen ihre Website zur Verfügung, ohne die du nicht so leicht mit deinen Kunden in Kontakt treten kannst. Dafür erheben die Inhaber eine Provision. Diese Kosten solltest du nicht vernachlässigen, wenn du deine Angebote über die Plattformen anbietest.
  • Bedienbarkeit: Mittlerweile gibt es eine Reihe an Funktionen, die von den Kunden vorausgesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise eine Suchmaske oder ein Kategorienbaum. Wenn diese Funktionen fehlen, verlässt der Kunde die Website und du kannst dein Produkt nicht absetzen.
  • Verkaufsform: Nicht alle Plattformen richten sich nach dem Festpreis-Modell. Ein Beispiel für eine solche alternative Verkaufsform wurde bei eBay implementiert: die Auktion. Hier überbieten sich die Interessenten gegenseitig, der Höchstbietende erhält dann den Zuschlag.

Die 10 besten Online Marktplätze im Vergleich

Im folgenden stellen wir dir die 10 Online Marktplätze vor und geben dir wichtige Informationen zu den einzelnen Verkaufsplattformen. Im Anschluss findest du eine Tabelle zur Übersicht.

  1. Amazon
  2. eBay
  3. Alibaba
  4. Etsy
  5. Hood.de
  6. Yatego
  7. Avocado Store
  8. Otto Market
  9. Folksy
  10. StockX

Amazon

amazon landing page

Amazon ist der vermutlich bekannteste Online-Händler der Welt. Da wundert es nicht, dass mehr als 30% der Top-500 Online Händler in Deutschland ihre Waren bei Amazon anbieten. Auf Amazon findet man eine Vielzahl an unterschiedlichen Produkten, welche über den Amazon Marketplace von Händlern verkauft werden können.

Amazon bietet dir ohne Zweifel den Zugang zu einer Verkaufsplattform mit der größten Reichweite. Dieser Vorteil kommt aber mit einem ordentlichen Preis daher: die Provision für verkaufte Artikel liegt zwischen 7-45 %.

Ein Service den Amazon anbietet ist das Einlagern und Versenden ihrer Produkte. Das kann für viele Einsteiger im Bereich Online-Handel verlockend sein. Behalte aber im Hinterkopf, dass das für dich mit weiteren Kosten verbunden ist. Ein weiterer Service der von Amazon angeboten wird, ist das sogenannte Fulfillment by Amazon (kurz: FBA). Der Service erlaubt es Online-Händlern, die gesamte logistische Abwicklung eines Auftrags an Amazon abzugeben.

Die allermeisten Kunden sind bereits mit der Oberfläche vertraut, sodass auch die Bedienbarkeit dieses Online Marktplatzes kein Problem darstellen sollte.

Die hohen Besucherzahlen bedeuten für dich als Online-Händler aber auch, dass du dich gegen eine größere Konkurrenz durchsetzen musst.

Helium 10 als Amazon Seller Tool

Falls du dich dafür entschieden hast Amazon als Verkaufsplattform zu nutzen, solltest du dir unbedingt die Vorteile der Software Helium 10 zu Nutze machen. Helium 10 bietet dir eine Menge Tools, die dir bei dem Verkauf deiner Produkte helfen. Beispielsweise zeigt dir das Tool Scribbles an, wie du dein Listing für maximalen Erfolg optimieren kannst:

Über unseren Link kannst du dich kostenlos bei Helium 10 anmelden und einige Tools testen. Falls du einen Kauf abschließen möchtest bekommst du sogar ganze 20 % Rabatt auf die ersten 6 Monate.

Grundsätzlich bietet dir Amazon einen sehr guten Online Marktplatz mit einer enorm großen Reichweite. Falls du dich dazu entscheidest, Amazon als Verkaufsplattform zu nutzen, solltest du dir unbedingt die folgenden Guides anschauen:

  1. Amazon FBA Anleitung
  2. Amazon Shop eröffnen
  3. Amazon Seller Account erstellen

Alle weiteren Guides für einen erfolgreichen Verkauf bei Amazon findest du hier.

eBay

ebay landing page

eBay galt früher als der Flohmarkt unter den Verkaufsplattformen. Das liegt daran, dass der Vertrieb bei eBay wie im Auktionshaus verlief: Derjenige Nutzer, welcher das höchste Gebot abgegeben hat, hat den Zuschlag bekommen. Heutzutage findet man jedoch vornehmlich Waren, welche mit einem Festpreis angeboten werden. Diese Angebote werden hauptsächlich von gewerblichen Händlern oder Herstellern eingestellt.

Ähnlich wie bei Amazon, ist hier die Vielfalt der angebotenen Produkte unbeschreiblich groß. Im Vergleich zu Amazon fallen hier die Kosten für Verkäufer jedoch geringer aus. Private Verkäufer zahlen eine Verkaufsprovision von 10% und zahlen keine Gebühr, solange sie weniger als 300 Artikel im Monat verkaufen. Für kleine bis mittelgroße Unternehmen liegt die monatliche Grundgebühr zwischen 39,95 und 4999,95 EUR. Die Verkaufsprovision liegt hier je nach Produkt zwischen 4,5 und 10,5%.

Ein weiterer Unterschied im Vergleich zu Amazon besteht darin, dass die Verkäufer ihre eigene Händlerseite erstellen können. Das erlaubt den Verkäufern das Image ihres eigenen eBay-Shop weiter auszubauen.

Alibaba

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Alibaba ist der weltweit größte B2B-Marktplatz (Business to Business). Eine weitere Webseite, die du vermutlich kennst, ist Aliexpress. Was genau der Unterschied zwischen Alibaba und Express ist erfährst du hier. Auf Alibaba kann man fast jedes Produkt von Anbietern aus der ganzen Welt kaufen. Obwohl jedes Unternehmen Produkte auf Alibaba verkaufen kann, findet man vorwiegend Anbieter aus Asien, insbesondere China.

Die Aufmachung der Website ist grundsätzlich ähnlich zu der von anderen Plattformen. Oben findet man eine Suchleiste, die Kategorien sind links angesiedelt. Wenn man sich die Seiten der einzelnen Waren jedoch genauer anschaut, wird einem auffallen, dass die Bestellmengen in besonderem Maße hervorgehoben werden. Das liegt daran, dass die meisten Lieferanten Mindestbestellmengen für ihre Waren festlegen.

Grundsätzlich ist die Verkäufer-Mitgliedschaft auf Alibaba kostenlos. In der kostenlosen Version kann man als Händler allerdings nur 50 Produkte auf dem Marktplatz anbieten. Solltest du mehr Produkte verkaufen wollen, dann liegt die Gebühr zwischen 1.399$ und 5.999$ pro Jahr.

Laut Alibaba können Händler außerhalb von China, Taiwan und Hongkong keine Zahlungen über die eigene Verkaufsplattform regeln. Das führt dazu, dass Verkäufer direkten Kontakt mit den Käufern aufnehmen müssen. Im Gegenzug fällt dafür seitens Alibaba keine Verkaufsprovision an.

Etsy

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Wenn du etwas ausgefallenere Artikel verkaufen möchtest, könnte Etsy die richtige Wahl für dich sein. Die E-Commerce Website ist auf handgemachte Produkte, Vintage und Künstlerbedarf spezialisiert. Viele der Angebotenen Produkte sind Unikate oder nur in sehr geringen Mengen erhältlich.

Einige der Verkäufer auf Etsy sind private Händler, weshalb man Etsy auch als C2C-Plattform kategorisieren könnte. Die meisten Händler sind jedoch gewerbliche Verkäufer.

Die Kosten für die Verkäufer fallen auf den ersten Blick vergleichsweise gering aus. Etsy erhebt eine Einstellgebühr von 0,20 US-Dollar und eine Transaktionsgebühr von 6,5%. Für Verkäufer aus Deutschland und Österreich kommt noch hinzu, dass diese Etsy Payments verwenden müssen. Etsy möchte damit ein einheitliches Nutzungserlebnis für die Kunden ermöglichen. Durch die Verwendung von Etsy Payments haben die Besucher mehr Zahlungsmöglichkeiten und die Verkäufer erhalten einen Verkäuferschutz. Die Gebühr für Etsy Payments liegt bei 0,30 EUR + 4% des Warenwertes.

Etsy gewinnt zunehmend an Bedeutung, was sich vor allem am Rekordumsatz im vergangenen Jahr von 2,33 Milliarden USD, umgerechnet ca. 2,1 Milliarden Euro, zeigt. Als Verkäufer bei Etsy solltest du damit rechnen, viel Kontakt mit deinen Kunden zu haben, da diese oftmals Sonderanfertigungen anfragen oder Fragen zum Angebot haben.

Hood.de

hoodde landing page

Hood.de ist ein Online-Marktplatz aus Deutschland, welcher im Jahr 2000 gegründet wurde. Das Handelsportal bietet die branchenüblichen Features wie eine Auflistung der Produktkategorien oder die obligatorische Suchfunktion. Sowohl in der Gestaltung der Website als auch bei der Produktvielfalt ähnelt Hood.de anderen Verkaufsplattformen. Als Vertriebsformen bietet die Plattform sowohl Sofortkauf-Möglichkeiten, als auch Auktionen.

Für private Verkäufer ist die Nutzung von Hood.de vollkommen kostenlos, eine Grundgebühr sowie eine Verkaufsprovision entfallen hier gänzlich. Für besondere Einstellungen, wie beispielsweise größere Produktbilder wird jedoch eine Gebühr fällig. Als Ausgleich dafür, dass die Nutzung für private Zwecke kostenlos ist, muss der Verkäufer mit Werbeanzeigen auf den eigenen Inseraten leben.

Für gewerbliche Kunden stehen zwei verschiedene Angebote zur Auswahl. Das Gold Paket kostet 21 € bzw. 25 € pro Monat (abhängig von gewählter Zahlungsweise) und das Platin Paket 32 € bzw. 39 EUR € pro Monat. Beim Gold Paket lassen sich bis zu 500 Artikel einstellen, beim Platin Paket bis zu 20.000 Artikel. Je nach Produktkategorie liegen die Verkaufsgebühren bei Gold zwischen 5% und 8% und bei Platin zwischen 3% und 7%.

Yatego

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Yatego wurde im Jahr 2003 in Deutschland gegründet. Seitdem hat sich die Plattform stetig weiterentwickelt. Die Plattform stellt jedem Händler einen eigenen Verkaufsbereich zur Verfügung. Konkret heißt das, dass die Verkäufer die Sub-Domain selbst definieren können, um so die Suchmaschinenoptimierung zu erleichtern. Die Plattform bietet wie üblich, eine Auflistung der Kategorien sowie eine Suchmaske.

Wer Händler auf Yatego werden möchte, muss zunächst eine einmalige Einrichtungsgebühr von 78 € aufwenden. Dazu kommt eine monatliche Grundgebühr von 39,90 €, sowie eine pauschale Transaktionsgebühr von 8%. Eine Besonderheit bei Yatego ist, dass Händler auf ihren Angebotsseiten eine externe Verlinkung auf den eigenen Webshop hinzufügen können. Der Preis dafür liegt bei 45 Cent pro Klick. Einstellgebühren gibt es bei Yatego grundsätzlich nicht.

Avocado Store

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Eine besondere Plattform bietet der Avocado Store. Bei dieser Online-Verkaufsplattform liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit. Das erreicht der Shop, indem er auf ökologisch erzeugte Produkte setzt, sich für fairen Handel und eine umweltfreundliche Produktion einsetzt. Dadurch wird eine bestimmte Zielgruppe direkt angesprochen.

Auf dem Online-Marktplatz findet man sämtliche Artikel wie Bücher, Bekleidung, Drogerieprodukte, Dekoration und vieles mehr.

Verkäufer können mithilfe von standardisierten Logos gewisse Zertifizierungen wie “Herstellung in Deutschland” oder “Vegan” nachweisen. Über die genaue Bedeutung der jeweiligen Kriterien können die Besucher sich über einen Klick auf das jeweilige Logo informieren. Welche Kriterien der Avocado Store prüft erfährst du hier.

avocado store kriterien

Der Fokus auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz hat jedoch seinen Preis: die Gebühren beim Avocado Store sind recht hoch. Zunächst wird für Händler eine Anmeldegebühr in Höhe von 149 € fällig. Die Provision beim Avocado Store beträgt 17 % des Verkaufspreises. Hinzu kommt die monatliche Gebühr in Höhe von 25 €. Im Gegenzug erhält man dafür eine eigene Shop Seite. Die Shop Seite lässt sich jedoch leider nur bedingt selbst gestalten, es lässt sich lediglich das Logo und der Beschreibungstext anpassen.

Otto Market

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Otto Market ist eine Möglichkeit für Händler ihre Produkte im eigenen Namen und auf eigener Rechnung auf OTTO anzubieten. Damit haben Händler und Brands Zugang zum Onlineshop und der zugehörigen Infrastruktur. OTTO bietet wie viele andere Online Shops ein breite Produktpalette. Der Onlineshop von OTTO bietet die üblichen Features wie ein Kategorienbaum sowie eine Suchleiste. Wie bei anderen Shops auch, müssen die angehenden Händler eine Reihe von Kriterien erfüllen um auf OTTO als Händler zugelassen zu werden.

OTTO legt sehr viel Wert auf eine hohe Produktqualität und Kundenzufriedenheit. Die Zulassung als Händler kann daher eine ganze Zeit in Anspruch nehmen, da die Zulassungen einzeln geprüft werden.

Die Grundgebühr für Händler beträgt 39,90€. Hinzu kommt je nach Sortimentsbereich eine branchenübliche Provision in Höhe von 7 bis 18%.

Folksy

folksy startseite

Folksy kann als britisches Pendant zu Etsy angesehen werden. Auf der Plattform werden vornehmlich selbstgemachte Waren angeboten. Von Schmuck bis Kleidung finden die Besucher alle möglichen Artikel. Auf der Website findet der Nutzer die übliche Suchleiste sowie die Auflistung der Kategorien.

Für Verkäufer sind die ersten 3 Angebote kostenlos. Danach werden 0,15 GBP pro Artikel fällig. Dazu kommt die Provision, welche bei 6 % liegt. Die Transaktionskosten betragen bei Zahlung mit Stripe bei Kunden aus Europa 1,4 % + 20 p, bei Kunden außerhalb Europas 2,9 % + 20 p. Zahlt der Kunde mit PayPal steigt hier der Satz auf 3,4 % + 20 p an, unabhängig davon, wo sich der Kunde befindet.

StockX

stockX startseite

StockX ist eine Verkaufsplattform welche in den USA, genauer gesagt in Detroit gegründet wurde. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen mehr als 800 Mitarbeiter. Die Website ist klassisch gestaltet, mitsamt Suchleiste und Kategorienübersicht. Ursprünglich war StockX ein Online Marktplatz dessen Sortiment lediglich auf Sammlerobjekte im Bereich Kleidung und Streetwear im weiteren Sinne umfasste. Seit November 2020 werden auf der Plattform jedoch auch elektronische Güter angeboten.

Der Kunde kann sich entweder dazu entscheiden die angebotenen Artikel zu einem Festpreis zu erwerben oder ein Angebot zu einem bestimmten Preis abzugeben.

Die Kosten für Händler werden anhand eines 5-Stufigen-Modells festgelegt. Je mehr Artikel der Verkäufer umsetzt, desto höher ist dessen Stufe und hat damit zunehmend geringere Transaktionsgebühren. Die Transaktionsgebühren liegen je nach Stufe zwischen 8 bis 10% des Verkaufspreises. Hinzu kommt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 3%.

Fazit – Verkaufsplattformen

Wie du bereits an der Anzahl der aufgeführten Anbieter erkennen kannst, ist es unmöglich eine allgemeingültige Antwort auf die Frage zu geben welche Verkaufsplattform die beste ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass jeder Händler unterschiedliche Ansprüche und Vorstellungen hat. Für manche Verkäufer können beispielsweise die relativ hohen Verkaufsgebühren bei dem Avocado Store abschreckend sein, wohingegen für andere die Besucher des Avocado Store einen besonders interessanten Kundenstamm darstellen.

Schlussendlich muss jeder Händler für sich selbst entscheiden welche Plattform die richtige ist und sich auch nicht zwangsläufig auf nur einen Anbieter beschränken. Hier findest du eine Übersicht mit unseren Bewertungskriterien:

VerkaufsplattformBesucherzahlen*ZielgruppeProvisionBedienbarkeitVerkaufsform
Amazon453 Mio.Alle7 – 45 %9 / 10Festpreis
eBay179,1 Mio.Alle + Schnäppchenjäger4,5 – 10,5 %7 / 10Festpreis und Auktion
Alibaba1,5 Mio.Großabnehmer0 %6 / 10Festpreis
Etsy388,5 Mio.Vintage, Handarbeit6,5 %7 / 10Festpreis
Hood.de3 Mio.Alle3 – 8 %8 / 10Festpreis und Auktion
Yatego258,2 KAlle8 %7 / 10Festpreis
Avocado Store702,3 KUmweltbewusst17 %8 / 10Festpreis
Otto Market56 Mio.Alle7 – 18 %8 / 10Festpreis
Folksy206 KVintage, Handarbeit6 %7 / 10Festpreis
StockX33 Mio.Sammler8 – 10 %7 / 10Festpreis und Auktion

* Monatliche Besucher auf deutschen Domains (wenn verfügbar) laut similarweb 

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Mittlerweile gibt es eine große Menge an Verkaufsplattformen, wie beispielsweise: 

  1. Amazon
  2. eBay
  3. Alibaba
  4. Etsy
  5. Hood.de
  6. Yatego
  7. Avocado Store
  8. Otto Market
  9. Folksy
  10. StockX

Ebay ist zwar einer der größten Anbieter aber bei weitem nicht der einzige. Amazon, Alibaba aber auch Hood.de können eine geeignete Alternative sein, um einige Beispiele zu nennen.

Ebay ist die vermutlich bekannteste Auktionsplattform. Hood.de und StockX sind weitere im Artikel beschriebene Plattformen bei der Auktionen möglich sind.

Auf sämtlichen Plattformen muss man sich registrieren und bestimmte Auflagen erfüllen. Sobald man als Händler registriert ist, kann man Produkte auf den jeweiligen Plattformen zum Verkauf anbieten. Wie man besonders erfolgreich auf einer Verkaufsplattform wie Amazon wird, erfährst du übrigens hier.

Wenn ein Kunde eines deiner Angebotenen Produkte bestellt hat, beginnt in der Regel der Zahlungs- und Versandprozess automatisch. 

Mittlerweile gibt es eine große Menge an sehr guten Verkaufsplattformen. Welche für dich die beste ist, kannst du in unserem Artikel herausfinden.

  1. Amazon
  2. eBay
  3. Alibaba
  4. Etsy
  5. Hood.de
  6. Yatego
  7. Avocado Store
  8. Otto Market
  9. Folksy
  10. StockX

Deine Sachen kannst du online auf sehr vielen Verkaufsplattformen verkaufen. Hier ein paar Beispiele:

  1. Amazon
  2. eBay
  3. Alibaba
  4. Etsy
  5. Hood.de
  6. Yatego
  7. Avocado Store
  8. Otto Market
  9. Folksy
  10. StockX
Laurits Eisengarten
Laurits Eisengarten
Laurits Eisengarten studiert International Business Studies an der FH Aachen. Als Schwerpunkt hat er sich für den Bereich Wirtschaftsinformatik und Marketing entschieden. In seiner Freizeit ist Laurits gerne an der frischen Luft, am liebsten mit dem Rennrad.

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