Amazon Seller Central Guide: Dein Verkäuferkonto einrichten

Du hast dich dafür entschieden die vielen Möglichkeiten und Vorteile von Amazon zu nutzen und möchtest nun Verkäufer auf Amazon werden? Dann bist du hier richtig, wir zeigen dir Schritt für Schritt was du für die Einrichtung deines Amazon Verkäuferkontos beachten musst.

Das Amazon Verkäuferkonto, oder auch Amazon Seller Central genannt, ist dein Arbeitsbereich auf Amazon von dem aus du alle deine Geschäfte steuern kannst. Hier kannst du zum Beispiel neue Produkte hinzufügen, deine Bestellungen verwalten oder deine Kontoeinstellungen ändern. Wir zeigen dir step by step wie du dein Amazon Business aufbauen kannst.

  1. Die Anmeldung bei Amazon als FBA Händler
  2. Die Grundeinstellungen im Seller Central
  3. Versandeinstellungen
  4. Zahlungseinstellungen
  5. Marke registrieren
  6. Produkte verkaufen
  7. Auf was du achten solltest
  8. FAQ – Häufig gestellte Fragen

1. Die Anmeldung als Amazon FBA Händler

Zunächst musst du dich im Amazon Seller Central als Verkäufer anmelden. Dazu musst du dich als allererstes zwischen zwei von Amazon angebotenen Tarifen entscheiden:

1. Der Basistarif

Dieser Tarif ist vor allem geeignet für E-Commerce Einsteiger und Neulinge im Verkauf (New Seller), welche sich erstmal etwas ausprobieren wollen. Hier kannst du im Monat maximal 40 Produkte verkaufen und hast eine Gebühr von 0.99 € pro verkauften Artikel.

Bei diesem Tarif hast du allerdings keinen Zugriff auf Amazons Werbemöglichkeiten.

2. Der Profitarif (Professional Seller Account)

Hier kannst du im Gegensatz zum Basistarif alle von Amazon gestellten Optionen nutzen und kannst so viele Produkte im Monat verkaufen wie du möchtest. Dabei zahlst du monatlich eine Grundgebühr von 39 €. Hier entfällt die Gebühr von 0.99 € pro Artikel, da du bereits die monatliche Gebühr zahlst.

Nun musst du selbst entscheiden, welcher Tarif der für dich passende ist. Ich empfehle dir den professionellen Tarif, denn dieser bietet mehr Vorteile, vorausgesetzt du hast ein ernsthaftes Interesse daran, möglichst viele Produkte zu verkaufen.

Hast du dich für einen Tarif entschieden, gehe nun wie folgt bei der Registrierung vor:

  1. Öffne diese Seite von Amazon und klicke auf den Button Registrieren.
  2. Folge den Anweisungen und klicke bei Unternehmensform auf Unternehmen in Privatbesitz.
  3. Gib deinen Unternehmensnamen ein, so wie er in dem Registrierungsdokument bei der Staats- oder Bundesbehörde verwendet wird.

Unternehmensform

Achtung! Überprüfe deine Angaben hier noch einmal auf Richtigkeit, denn du kannst diese Eingaben später nicht ändern!

2. Die Grundeinstellungen im Seller Central

Nach deiner erfolgreichen Registrierung im Amazon Seller Central, musst du einige Grundeinstellungen treffen, welche wir mit dir nun Schritt für Schritt durchgehen werden.

Die Identitätsprüfung

Zunächst verlangt Amazon natürlich einen Nachweis über deine Person, da sie nachprüfen möchten, ob die Person hinter den Anmeldedaten wirklich du bist. Für diesen Nachweis musst du ein Foto von deinem Ausweisdokument im Amazon Seller Central hochladen. Falls du dies nicht bereits schon bei der Registrierung getan hast, kannst du dies im Seller Central unter dem Punkt Einstellungen > Informationen zum Verkäuferkonto > Identitätsdaten nachholen.

Login und Verifizierung

Für dein Amazon Seller Central Account solltest du unbedingt ein sicheres Passwort verwenden, welches du sonst noch nirgendwo verwendest. Auf keinen Fall solltest du dabei ein Passwort nutzen, welches du dabei bereits auf anderen Seiten zur Anmeldung nutzt. Wenn jemand über eine andere Seite dein Passwort herausfindet und du plötzlich keinen Zugang mehr zu deinem Amazon Konto hast, kann das fatale Folgen haben. Diese Hacker sind dann meist nicht an deinem Geld interessiert, sondern erstellen in deinem Namen Fake-Listings mit denen sie dann Geld verdienen. Dadurch kann dein Konto gesperrt werden und es können ebenfalls Strafen drohen, sobald jemand Strafanzeige gegen dich stellt.

Doch auch Amazon möchte dies vermeiden und bietet dafür eine Zwei-Schritt-Verifizierung an. Dabei schickt dir Amazon bei jeder Anmeldung ein Verifizierungscode auf dein Handy, ohne welchen man keinen Zugang mehr zum Amazon Konto hat.

Ich empfehle dir dringend diese Zwei-Schritt-Verifizierung zu aktivieren, um deine Daten zu schützen!

Zwei-Schritt-Verifizierung:

  1. Klicke im Seller Central auf Einstellungen > Anmeldeeinstellungen.
  2. Klicke neben Erweiterte Sicherheitseinstellungen auf Bearbeiten.
  3. Klicke auf der Seite der Erweiterten Sicherheitseinstellungen auf Erste Schritte.

Nun kannst du wählen wie du deinen Authentifizierungscode erhalten möchtest. Dabei gibt es drei Möglichkeiten den Code zu erhalten: per SMS oder Textnachricht, Anruf oder Authentifizierungs-App. Wähle dabei zunächst zwischen Telefonnummer oder der Authentifizierungs-App.

Telefonnummer

  1. Wähle zwischen Textnachricht (SMS) oder Sprachnachricht (Anruf).
  2. Gib deine Telefonnummer (Phone Number) ein und klicke auf Code senden.
  3. Gib den Code ein, der an dein Gerät gesendet wurde, und klicke auf Code prüfen und weiter.

Hinweis

Authentifizierungs-App

  1. Installiere eine Authentifizierungs-App auf deinem Smartphone oder Tablet. Klicke auf App benötigt? um weitere Anweisungen zu erhalten.
  2. Lege ein Konto in der App an und scanne auf der Website den angezeigten Barcode. Wenn der Barcode nicht gescannt werden kann, klicke auf Barcode nicht lesbar? um einen Schlüssel zu erhalten, den du eingeben kannst.
  3. Gib den von der App erzeugten Code ein und klicke auf Code prüfen und weiter.

Ich rate dir außerdem dazu eine Backup-Verifizierungsmethode hinzuzufügen, falls dein Primärgerät über welches du die Anmeldung durchführst, nicht zur Verfügung stehen sollte. Nutze dafür entweder eine andere Verifizierungsmethode oder füge eine weitere Telefonnummer eines Ehepartners oder guten Freundes hinzu.

Umsatzsteuer-ID

Um gewerblich deine Produkte verkaufen zu können, benötigst du eine Umsatzsteuer-ID, welche beim Finanzamt beantragt werden muss. Denn für alle deine verkauften Produkte wird eine Steuer erhoben, welche an den Staat geht. Du benötigst ebenfalls für den Import von Waren aus einem Drittland eine Umsatzsteuer-ID.

Deine Umsatzsteuer-ID musst du nun in deinem Amazon Seller Central Account hochladen, dazu gehst du wie folgt vor:

Gehe in deinem Amazon Seller Konto auf den Bereich Einstellungen > Steuerinformationen > USt-IdNR dort kannst du deine Umsatzsteuer-ID hinterlegen.

In diesem Artikel erhältst du alles wichtige zu den Amazon FBA Steuern (tax information).

EORI-Nummer

EORI

Dieser Schritt betrifft zwar nur den Import-Prozess der Waren, doch sollte beim Start deines Online Business nicht fehlen. Da du zu Beginn wahrscheinlich noch keine eigenen Waren verkaufst, sondern diese über Amazon FBA anmeldest und über Händler beziehst. Bei diesen Händlern handelt es sich meist um internationale Händler aus Europa oder aus Nicht-EU-Ländern.

Die EORI-Nummer erfüllt dabei den Zweck, die Business Information über den Händler bereit zu halten, welche der Zoll beim Import abfragen kann. Wo diese Nummer beantragt werden und kann welche Daten diese enthält kannst du in diesem Artikel lesen.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Jede Firma ist dazu verpflichtet, sowohl ein Impressum, als auch eine Datenschutzerklärung und eine Widerrufsbelehrung anzugeben. Auch wenn du deine Produkte über eine dritte Firma wie Amazon verkaufst bist du davon nicht ausgenommen.

Doch keine Sorge du musst dich nicht stundenlang belesen oder dir einen teuren Anwalt leisten, um diese Rechtstexte zu schreiben, denn dafür gibt es zum Glück Anbieter, welche dir die benötigten Texte für dein E-Commerce Unternehmen schreiben.

Dafür gibt es Dienstleister, welche dir ein komplett vorgefertigtes Amazon Paket für einen monatlichen Beitrag erstellen. Der Vorteil daran ist, dass diese Texte immer wieder aktualisiert werden und auch der Dienstleister für deren Inhalte haftet.

Sobald du nun also deine Rechtstexte hast, musst du diese nun noch in deinem Verkäuferkonto einfügen.

Dafür musst du in dein Amazon Seller Central gehen und auf Einstellungen > Ihre Informationen und Richtlinien klicken.

Nun musst du die vorgefertigten Texte nur noch in die entsprechenden Felder hinein kopieren.

3. Versandeinstellungen

Wenn du es bis zu diesem Punkt geschafft hast ist dein Amazon Konto nun verkaufsbereit. Ab hier geht es nur noch darum einige Einstellungen zu überprüfen und zu optimieren, die schlimmsten Bürokratischen Hürden sind also geschafft.

Gehe dazu in deinem Seller Central auf Einstellungen > Versand durch Amazon. Hier gibt es noch einige Punkte zu verändern.

Grenzüberschreitender Versand

Um zunächst einmal nicht steuerpflichtig in anderen Ländern zu werden, solltest du PAN-EU Versand und die Lagerung in anderen Ländern deaktivieren. Sonst beginnt Amazon damit deine Produkte im Ausland zu lagern und zu verkaufen, wodurch du steuerpflichtig in diesen Ländern wirst, doch auch für diese Länder benötigst du dann eine Umsatzsteuer-ID, welche du nicht hast. Also Achtung, wenn dieser Punkt nicht aktiviert ist, kann es zum Beispiel wegen Steuerhinterziehung zu Strafen kommen.

Aufbereitung von Produkten

Wenn Kunden ein Produkt zurückschicken, sind meistens die Verpackungen beschädigt oder das Produkt nicht mehr in einem einwandfreien Zustand und ist leicht verschmutzt, sodass es nicht mehr weiter angeboten werden kann. Dann wird es zu dir zurück geschickt. Doch da die meisten Produkte keine Mängel aufweisen, können diese durch Amazon wieder aufbereitet werden und zum weiteren Verkauf im Amazon Store angeboten werden. 

Um diese Funktion zu nutzen, aktiviere den Punkt Nicht verkaufbare Kundenrücksendungen aufbereiten. Wenn du diesen Punkt nicht aktivierst, verschwendest du ansonsten deine Ressourcen und bekommst für diese Produkte deinen Einkaufspreis nicht mehr zurück.

Automatische Remission von Artikeln

Wenn Artikel jedoch durch die Rücksendung so stark beschädigt oder von vornherein Mängel aufweisen, kann Amazon diese nicht mehr aufbereiten. Wenn dieser Fall eintritt musst du entscheiden, was mit den Artikeln passieren soll. Du kannst die Produkte vernichten lassen oder sie dir wie eben bereits angesprochen von Amazon zusenden lassen. Um bei diesem Fall nicht jedes mal manuell diese Eingabe zu treffen, kannst du die Automatische Remission nicht verkaufbarer Einheiten aktivieren. Dazu musst du nur auf bearbeiten gehen und das vorgefertigte Formular ausfüllen.

Eine weitere Möglichkeit stellt das Spendenprogramm von Amazon dar. Dabei kannst du nicht verkaufbare Produkte spenden. Dies Option kannst du aktivieren, indem du den Punkt Entsorgung auswählst. Gehe dazu wieder auf Einstellungen zu automatischen Remission > Entsorgung oder Rücksendung > Entsorgung.

Auswahl der richtigen Fulfillment Option

Amazon Seller haben zwei Optionen ihren Kunden die Ware zu liefern. Entweder erledigen sie den gesamten Logistikprozess selbst (Amazon FBM – Fulfillment by Merchant ) oder sie nutzen das Fulfillment by Amazon Programm (Amazon FBA) und lassen das Verpacken, die Versendung und die Lagerung von Amazon übernehmen. Beide Methoden haben ihre Vorteile. In diesem Artikel stellen wir beide Optionen genauer vor, sodass du deine Entscheidung einfach treffen kannst: Amazon FBA vs. FBM: Was ist besser für dein Geschäft?

4. Zahlungseinstellungen

Wahrscheinlich hast du deine Zahlungsdaten schon direkt am Anfang eingetragen, aber falls du das noch nicht getan hast erkläre ich dir hier wie du vorgehen musst:

  1. Klicke in Einstellungen auf die Option Informationen zum Verkäuferkonto.
  2. Klicke unter dem Reiter Zahlungsdaten auf Zahlungsweise für Auszahlungen.
  3. Gehe auf Neue Zahlungsweise hinzufügen und wähle den entsprechenden Store aus.
  4. Wähle aus der Drop-down-Liste das Land (der Bank) aus.
  5. Gib die angeforderten Informationen unter Kontodaten des Unternehmens ein.

Um nicht nur mehr Cashflow, sondern auch noch Bonuspunkte bei deinem Kreditkartenanbieter zu sammeln, empfehle ich dir deine Werbekosten separat von einem Konto beziehungsweise einer Kreditkarte abbuchen zu lassen. Es mag zwar zunächst logischer sein deine Werbekosten direkt mit deinem Amazon Umsatz zu verrechnen, doch wenn du es separat abbuchen lässt, hast du mehr Geld in Bewegung. Dein Auszahlungsbetrag ist folglich höher und du hast mehr Cashflow.

Um deine Einstellungen für die Werbeeinzüge darauf anzupassen gehe auf Informationen zum Verkäuferkonto > Zahlungsdaten > Zahlungsweise für Einzüge (Werbung).

Dort kannst du jetzt eine Kreditkarte für die Werbeausgaben hinzufügen.

5. Marke registrieren

Wenn du bei Amazon deine Marke registriert, kannst du viele Amazon spezifische Vorteile genießen. Zum Beispiel ist die Erstellung eines Listings leichter und du hast mehr Werbeoptionen, sowie Amazons Vine, Markenschutz und du hast die Möglichkeit A+ Content zu erstellen. Welche Voraussetzungen es dafür braucht und wie du als brand owner deine Marke auf Amazon eintragen kannst erfährst du hier: Amazon Brand Registry.

6. Produkte verkaufen

Sobal du die aufgeführten Schritte abgearbeitet hast und alle deine Daten im Seller Central hinterlegt hast, kannst du mit dem Verkauf deiner ersten Produkte beginnen.

Wie du die richtigen Produkte für den Verkauf auf Amazon findest, erfährst du in diesem Artikel: Amazon FBA Produkte finden. Auf jeden Fall solltest du das Tool Helium 10 für die Suche nach dem richtigen Produkt nutzen. Über unseren Button kannst du dich komplett kostenlos registrieren. Falls du dir einen Plan buchen möchtest, erhältst du außerdem über diesen Button automatisch 50 % Rabatt:

Grundsätzlich verlangt Amazon für jedes Produkt eine GTIN bzw. EAN. In diesem Artikel erfährst was die GTIN bzw. EAN ist und wofür du sie benötigst.

Produkte hinzufügen

Um Produkte verkaufen zu können, musst du erstmal deine Produkte ins Seller Central hinzufügen. Damit du ein neues Listing anlegen kannst, gehst du wie folgt vor:

  1. Klicke auf den Menüpunkt Lagerbestand.
  2. Gehe nun auf Produkt hinzufügen.
  3. Wenn du ein neues Produkt anlegen willst, welches noch nicht auf Amazon angeboten wird, klicke auf Ich bin dabei ein Produkt anzulegen, das nicht auf Amazon verkauft wird.

Jetzt musst du nur noch deine passenden Kategorien für das Produkt auswählen und die entsprechenden Anpassungen vornehmen. Anschließend kannst du nun mit der Erstellung des Listings beginnen, wie du dafür vorgehen musst erfährst du in diesem Style Guide: Amazon Listing erstellen: Schritt für Schritt Anleitung.

Natürlich musst du deine Verkaufspreise für deine Artikel auch immer so anlegen, dass es sich für dich lohnt diese zu verkaufen. Trotzdem dürfen sie auch nicht zu teuer sein, dafür gibt es Tools die dich in diesem Prozess unterstützen können: Amazon FBA Rechner.

Tipp: Das Ziel eines Amazon Händlers ist es, die sogenannte Buy Box auf der Amazon-Product Detail Page zu gewinnen. Das Einkaufswagenfeld gilt als Hauptkriterium für den erfolgreichen Verkauf eines Produktes. Wie sehr dein Gewinn von der Amazon Buy Box abhängt und wie du diese für dich gewinnst, verraten wir dir in diesem Artikel: Amazon Buy Box: Der komplette Leitfaden für 2022.

Bestellungen verwalten

Auch wichtig zu wissen ist es, wie du deine Bestellungen verwaltest. Das Amazon Seller Central zeigt dir nämlich nur an, welchen du Umsatz du heute und in den letzten Tagen generiert hast an. Das bedeutet weitere Daten, wie die Umsatzsteuer, Verkäufergebühren, Retouren, Werbung und deine Einkaufskosten werden von diesem Preis nicht abgezogen. Das Amazon Seller Central zeigt dir also keinen Gewinn an.

Doch wenn du mehr über deine Gewinne und Ausgaben erfahren möchtest, empfehle ich dir Tools zu nutzen, welche du mit deinem Amazon Konto verknüpfen kannst. Diese gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, daher haben wir dir hier eine Übersicht erstellt, mit der es dir leichter fallen sollte, das passende Tool für dich zu finden: Die 18 besten Amazon Seller Tools im Jahr 2022.

Du hast aber natürlich auch noch die Möglichkeit deine einzelnen Bestellungen über dein Amazon Seller Central einzusehen. Dort findest du dann deine Account Information und alle Business Reports zu Bestellungen, wie die Bestelldetails der Adresse oder der Bestellnummer. Um diese Informationen einsehen zu können gehe in deinem Amazon Seller Central auf Bestellungen > Bestellungen verwalten > Versand durch Amazon Bestellungen anzeigen.

Rechnungen verschicken

Wenn dein Kunde ein Produkt bestellt, bist du verpflichtet diesem eine Rechnung über die bestellte Ware zur Verfügung zu stellen. Da Amazon Rechnungen nicht von allein verschickt musst du dies entweder manuell übernehmen und nutzt den Rechnungsversand durch Amazon oder du machst es dir leicht und nutzt wieder ein Tool wie zum Beispiel Easybill.

Wenn du dich für den automatischen Rechnungsservice von Amazon entschieden hast, zeige ich dir hier wie du diesen aktivieren kannst: Gehe dazu in deinen Einstellungen auf Steuereinstellungen > Einstellungen zur Umsatzsteuerberechnung. Dabei musst du den Nettopreis des Produktes angeben und Amazon rechnet automatisch die Umsatzsteuer dazu. Deine Kunden können dann ihre Rechnung nach dem Kauf auf Amazon herunterladen.

Es hat allerdings durchaus noch weitere Vorteile sich für die Verwendung eines Tools zu entscheiden, denn dabei kannst du deine Rechnung individuell gestalten und formulieren. Außerdem bietet die individuelle Gestaltung deiner Rechnung die Möglichkeit deine Kunden nach einer Bewertung zu fragen.

Lagerbestand verwalten

Du solltest in deiner Aufgabe als E-Commerce Verkäufer immer einen Überblick über deine Waren im Lager haben, um immer genügend Artikel auf Vorrat zu haben. Du kannst deinen Warenbestand unter Lagerbestand > Lagerbestand verwalten einsehen. Dort kannst du außerdem den Preis deiner Produkte verändern und Anpassungen in deinem Listing vornehmen, falls nötig.

Falls sich dein Lagerbestand dem Ende neigt, musst du neue Produkte ins Amazon Lager bzw. Fulfillment Center schicken. Dazu gehst du wieder auf Lagerbestand > Lagerbestand verwalten und kannst bei deinem bereits erstellten Listing, rechts bei den Optionen auf Artikel an Amazon senden/ergänzen klicken. Jetzt musst du nur noch einen neuen Anlieferplan erstellen und deine Details zur Sendung angeben und fertig eingebucht sind die zu verschickenden Produkte. Keine Sorge Amazon wird dich durch den gesamten Prozess leiten, sodass du keine Sorge haben musst, dass etwas schief gehen könnte.

7. Auf was du achten solltest

Zu guter Letzt möchte ich dich noch einmal darauf hinweisen, dass immer wieder versucht wird über Amazon betrügerischen Aktivitäten nachzugehen, wobei die Verbrecher auch nicht vor Mails halt machen, im Gegenteil. Bevor du auf eine scheinbar von Amazon stammende Mail klickt schau dir bitte zunächst den Absender der Mail an. Denn von Amazon stammende Mails enden immer auf @amazon.de oder @amazon.com

Alle anderen Mail-Adressen wurden NICHT von Amazon gesendet. Falls ihr euch bei bestimmten Mails nicht sicher seid, kontaktiert besser noch einmal den Kundenservice von Amazon und fragt nach bevor ihr unbekannte Mails öffnet.

Amazon Fake E-Mails

Jetzt wo du fertig eingerichtet bist, heißt es für dich nur noch: Start Selling!

Wenn du noch mehr Informationen zum Thema auf Amazon verkaufen haben willst, dann schau doch mal in diesen Artikel rein.

8. FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wo finde ich das Amazon Seller Central?

Wenn du dich im Amazon Seller Central anmelden oder registrieren möchtest, gehe einfach auf folgenden Link, dieser bringt dich direkt zur Registrierung: Erste Schritte. Wie du weiter vorgehst kannst du oben im Artikel lesen, sodass du ganz schnell auf dem Amazon Marketplace verkaufen kannst.

Welche Kreditkarten akzeptiert Amazon Seller Central?

Für Amazons Verkäufer werden folgende Kreditkarten (credit card/bank accounts) akzeptiert:

  • American Express
  • Diners Club
  • Discover
  • JCB
  • MasterCard
  • Visa

Andere Zahlungsweisen, wie zum Beispiel Prepaid-Kreditkarten, Gutscheine oder auch Paypal akzeptiert Amazon für seine Verkäufer jedoch nicht.

Was ist das Amazon Seller Central?

Das Amazon Seller Central ist der Bereich, in dem die Verkäufer auf Amazon ihre Daten verwalten können. Von dort aus können alle Vorgänge gesteuert werden, die den Verkauf der Produkte betreffen. Von der Einstellung eines neuen Product Listings, über die Rechnungssendung bis hin zur Verwaltung von nicht mehr verkaufbaren Produkten.

Laura Hattenhauer
Laura Hattenhauer
Laura Marie ist Studentin der Kommunikationswissenschaften und Managements an der Universität in Erfurt. In ihrer Freizeit probiert sie gern neue Sportarten aus oder sucht nach ausgefallenen Freizeitaktivitäten.

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