Amazon FBA Gewerbe anmelden: In 4 Schritten bürokratische Hürden meistern

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Bevor du auf Amazon Produkte verkaufen kannst, musst du in jedem Fall ein Gewerbe anmelden. 

Ehe es mit der unternehmerischen Tätigkeit offiziell losgehen kann, muss ein Gewerbeschein beantragt werden und eine Anmeldung als offiziell Gewerbetreibender vorliegen. 

Wer kein Gewerbe anmeldet, der muss nach dem Bundesministerium für Wirtschaft und Umwelt mit Bußgeldern rechnen.

Auch um dich als Verkäufer auf Amazon zu registrieren, benötigst du eine Gewerbeanmeldung.

Grundlegend lässt sich sagen, dass ein Gewerbe angemeldet sein sollte, sobald du deine erste Bestellung bei einem Lieferanten aufgibst.

Solltest du Amazon Tools wie Helium 10 verwenden (auf die du eigentlich nicht verzichten kannst), dann solltest du die einzelnen Rechnungen aufbewahren. 

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Diese Rechnungen kannst du später bei deiner Steuererklärung gültig machen. So zahlst du am Ende weniger Steuern.

Denke also daran, auch wenn du noch kein Gewerbe angemeldet hast, versuche, deine Rechnungen aufzubewahren.

Bei der Gewerbeanmeldung handelt es sich um einen recht zeitintensiven Prozess, der je nach Stadt Wochen - oder sogar Monate - dauern kann. 

Es empfiehlt sich also, sich recht früh um die Anmeldung der gewerblichen Tätigkeit zu kümmern. 

Amazon FBA Gewerbe anmelden: Schritt-für-Schritt

Schritt 1: Recherche der passenden Rechtsform

Der Prozess beginnt mit der Auswahl der passenden Rechtsform. Folgende Möglichkeiten sind grundlegend für die Anmeldung eines FBA Gewerbes geeignet:

  • Einzelunternehmen - Kaufmann/Kleingewerbetreibender
  • GmbH - Gesellschaft mit beschränkter Haftung
  • UG - Unternehmensgesellschaft
  • OHG - Offene Handelsgesellschaft

Wenn du dich auf Amazon als Verkäufer anmeldest, dann kann dir die Bezeichnung der Unternehmensformen teilweise verwirrend vorkommen.

Generell gilt, das ein Unternehmen im Privatbesitz eine GmbH, UG oder ähnliches ist. 

Wenn du ein Kleingewerbetreibender oder ein Einzelunternehmer (von der Form Kaufmann) bist, dann wählst du immer die Option Einzelunternehmer.

Doch welche Rechtsform eignet sich für angehende Amazon FBA Händler am besten? Da die Frage nach der richtigen Rechtsform nicht so einfach zu beantworten ist, müssen zunächst die Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen werden.

Rechtsform Einzelunternehmen

Einzelunternehmer Steuern

Das Einzelunternehmen ist eine der beliebtesten Varianten, wenn es um die Anmeldung eines FBA Gewerbes geht. Die Gründung ist schnell und unkompliziert und lässt sich auch mit ambitionierten Zielen verbinden. Man unterscheidet folgende Kategorien des Einzelunternehmers:

  • Kleingewerbetreibender
  • Kaufmann 

Als Kleingewerbetreibender gilt man, solange der Umsatz im Gründungsjahr 22.000 Euro nicht übersteigt und im aktuellen Jahr 50.000 Euro nicht übersteigt. 

Übersteigt der Umsatz im aktuellen Jahr 22.000 Euro, ist die Kleinunternehmer-Regelung ab dem dritten Jahr nicht mehr gültig und man unterliegt dem Regelsteuersatz.

Vorteilhaft bei dieser Einstufung ist, dass man als Kleingewerbetreibender keine Umsatzsteuer abführen muss und der Eintrag ins Handelsregister keine Pflicht ist. 

Man kann sich allerdings freiwillig im Handelsregister eintragen, verliert jedoch dann die steuerlichen Vorteile des Kleingewerbetreibenden. 

Als Kleingewerbetreibender genießt man weiterhin den Vorteil des niedrigeren Buchhaltungsaufwands. 

Man muss keine doppelte Buchhaltung führen, eine einfache Gewinn-und-Verlust-Rechnung (Einnahmen-Ausgaben) reicht aus.

Erzielt man in einem Kalenderjahr mehr Umsatz als 22.000 Euro, dann wird man als Kaufmann eingestuft. 

Für diesen ist ein Eintrag in das Handelsregister und eine Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer (IHK) notwendig. 

Ein Vorteil des Einzelgewerbes ist, dass erst ab 24.500 Euro Gewinn im Jahr Gewerbesteuern gezahlt werden müssen. Für Privatpersonen existiert also einen Freibetrag, den es in dieser Art bei anderen Rechtsformen nicht gibt. 

Nachteilig werden bei Einzelunternehmen die steuerliche Aspekte, sobald man mehr verdient. Der Gewinn wird nämlich ganz normal wie ein Einkommen besteuert, weshalb man schnell den Höchststeuersatz zahlen muss. 

Das resultiert in einem Steuernachteil gegenüber anderen Gesellschaftsformen ab einem Gewinn von ca. 50.000 Euro. 

Wenn du schon ein Einzelunternehmen hast und einen Umsatz in dieser Höhe erwirtschaftest, solltest du dich auf jeden Fall bei einem Steuerberater informieren, ob nicht ein Übergang in eine Kapitalgesellschaft sinnvoller wäre.

Allerdings wird bei Einzelunternehmern und bei Personengesellschaften das 3,8 fache des Gewerbesteuermessbetrags auf die Einkommensteuer angerechnet (bis zur maximalen tatsächlich gezahlten Gewerbesteuer). 

Das größte Risiko geht allerdings von der Privathaftung aus. Als Einzelunternehmer haftet man zu hundert Prozent mit seinem Privatvermögen, weshalb bei Zahlungsunfähigkeit auch das eigene Haus und das eigene Auto eingezogen werden können. 

Wenn man Produkte über den Amazon Marktplatz verkauft und dafür Produkte von einem nicht-europäischen Hersteller importiert, gilt man selbst als Hersteller dieses Produkts. 

Im Falle eines Unfalls wird man als Hersteller verantwortlich gemacht. Um diesem Risiko aus dem Weg zu gehen, kann man Produkte aus Europa beziehen, da in diesem Fall der tatsächliche Hersteller die Haftung übernimmt. 

Oder man dämmt die Risiken durch eine Betriebshaftpflichtversicherungen oder eine Produkthaftpflichtversicherung ein.

Zusammenfassung Einzelunternehmen

  • Schnelle und günstige Gründung
  • Wenig bürokratischer Aufwand
  • Freigrenze für Gewerbesteuer bis zu 24.500 Euro
  • Private Haftung
  • Einkommenssteuer auf Gewinn

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Rechtsform GmbH

GmbH

Die Abkürzung GmbH steht für Gesellschaft mit begrenzter Haftung. Voraussetzung für die Gründung dieser Rechtsform ist ein Stammkapital in Höhe von 25.000 Euro. 

Dieses Geld muss vorhanden sein, kann allerdings dann auch für geschäftliche Handlungen wie beispielsweise dem Kauf von Waren genutzt werden. 

Die GmbH muss mindestens einen Geschäftsführer haben, der die Geschäfte der Gesellschaft führt und sie nach außen vertritt. 

Das beurkundungspflichtige Musterprotokoll fasst drei Dokumente (Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführerbestellung und Gesellschafterliste) in einem zusammen. 

Hinzu kommen die Kosten für den Notar, der Eintrag in das Handelsregister und die Bekanntmachung. 

Der Gesellschaftsvertrag oder das Musterprotokoll müssen notariell beurkundet werden. Der Notar leitet den Vertrag an das Handelsregister weiter.

Ein großer Vorteil ist - wie der Name schon verrät - die begrenzte Haftung. Gegenüber Gläubigern haftet die GmbH nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen. 

Im Falle einer Produkthaftung bleibt das private Vermögen daher unberührt.

Zusammenfassung Rechtsform GmbH

  • Haftungsbeschränkung
  • Hohe bürokratische Kosten
  • Hoher Gründungsaufwand
  • Fixer prozentualer Steuersatz


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Rechtsform UG

GmbH

Die Unternehmensgesellschaft (UG) wird oft als Mini GmbH oder Ein-Euro-GmbH bezeichnet. Seit 2008 ermöglicht es diese Rechtsform, Selbstständigkeit mit Haftungsbeschränkung zu kombinieren. 

Zur GmbH unterscheidet sich die UG in dem benötigten Startkapital - bereits 1 € reicht für die Gründung einer UG aus.

Allerdings ist bei einer UG im Gegensatz zur GmbH keine Gründung mit Sachanlagen (Maschinen und anderes Anlagevermögen) möglich.

Dafür sind die bürokratischen Hürden um einiges niedriger, wodurch die Gründungskosten ebenfalls niedriger ausfallen. 

Man muss allerdings 25% des Gewinnes zurücklegen, bis das für eine GmbH benötigte Stammkapital erreicht ist. Dann wird die UG in eine GmbH umgewandelt.

Ein großer Vorteil ist also die Haftungsbeschränkung der UG. Wenn Forderungen von Gläubigern ausstehen, ist die Haftung lediglich auf das Stammkapital beschränkt. 

Auch besteht bei der UG die Pflicht zur doppelten Buchführung, welche zeit- und kostenaufwendig ist. Falls Überschuss erzielt wird, wird dieser mit einem fixen Prozentsatz besteuert.

Nachteilig an dieser Rechtsform ist, dass kein Gewerbesteuerfreibetrag existiert und dass Änderungen an der Struktur dieser Rechtsform stets notariell bekundet werden müssen.

Zusammenfassung Rechtsform UG

  • Wenig Startkapital erforderlich
  • Haftungsbeschränkung
  • Wenig bürokratischer Aufwand
  • Fixer prozentualer Steuersatz

Rechtsform OHG

OHG Steuern

Möchte man gemeinsam mit einem Geschäftspartner Handel auf Amazon betreiben, so eignet sich dafür die Offene Handelsgesellschaft (OHG). 

Dies ist ein Rechtsform für Kaufleute, die sich gemeinsam selbstständig machen wollen. 

Wichtigstes Kennzeichen der OHG ist die persönliche Haftung: Jeder Gesellschafter haftet unbeschränkt mit seinem persönlichen Vermögen für Schulden der OHG, z.B. für Steuerschulden. 

Bei dieser Rechtsform besteht die Pflicht zur doppelten Buchführung samt Jahresabschluss und Gewinn- und Verlustrechnung.

Die OHG zählt zu den Personenhandelsgesellschaften und wird über einen Notar beim zuständigen Amtsgericht im Handelsregister eingetragen. Der Eintrag im Handelsregister ist gesetzlich vorgeschrieben.

Die offene Handelsgesellschaft muss alle drei Monate Gewerbesteuer abführen. Sie orientiert sich am Gewinn der OHG. 

Außerdem müssen Sie Umsatzsteuer an das Finanzamt bezahlen. Jeder einzelne Gesellschafter muss Einkommensteuer für seinen Gewinnanteil entrichten. 

Zusammenfassung Rechtsform OHG

  • Gründung mit Geschäftspartner möglich
  • Wenig bürokratischer Aufwand
  • Private Haftung
  • Einkommenssteuer auf Gewinnanteil


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Schritt 2: Auswahl der passenden Rechtsform

Welche Rechtsform sich am besten für ein Geschäft auf Amazon eignet, kann man nicht einheitlich beantworten.

Je nach Risikobereitschaft und zur Verfügung stehendem Kapital bieten sich unterschiedliche Rechtsformen an.

Möchte man direkt loslegen und hat kein besonders großes Startkapital, dann empfiehlt sich die Gründung eines Einzelunternehmens. 

Gerade am Anfang sind die steuerlichen Vorteile dieser Rechtsform nicht zu vernachlässigen.

Während du bei einer Gewerbeanmeldung als Einzelunternehmen innerhalb kurzer Zeit starten kannst, dauert die Gründung einer Kapitalgesellschaft viel länger und du benötigst viel mehr Kapital.

Wenn du jedoch die Privathaftung in jedem Falle ausschließen möchtest, empfiehlt sich die Gründung einer Kapitalgesellschaft. 

Je nach verfügbaren Kapital kommt dafür entweder eine UG oder eine GmbH infrage.

Generell gilt:

  • (Geringes Kapital) & alleine tätig: Einzelunternehmer
  • (Geringes Kapital) & Geschäftspartner: OHG
  • Hohes Startkapital/mehrere Mitarbeiter/mehrere Geschäftspartner: Kapitalgesellschaft

Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn du wirklich bei Amazon anfängst, dann beginne als Einzelunternehmen oder gründe mit deinen Partnern eine OHG.

Nur wenn du bereits eine Firma hast, dann kannst du überlegen, ob es Sinn macht, eine Kapitalgesellschaft zu gründen.

Für die meisten dürfte die Anmeldung eines Einzelunternehmens interessant sein, da dies die einfachste und kostengünstigste Methode ist, die zudem noch steuerliche Vorteile hat.

Aus diesem Grund werden wir im Folgenden auf die Anmeldung eines Einzelunternehmens für dein Geschäft auf Amazon eingehen.

Schritt 3: Amazon FBA Gewerbe anmelden

Im Grunde genommen hat die Gewerbeanmeldung ab dem Zeitpunkt zu erfolgen, an dem einer selbstständigen Tätigkeit auf eigener Rechnung nachgegangen wird. 

Dafür muss ein Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden.

Sobald die Gewerbeanmeldung vorgenommen wurde und der Gewerbeschein erteilt wurde, kann mit der Geschäftstätigkeit begonnen werden. 

Im Grunde genommen versteht man unter dem Begriff Gewerbeschein die amtliche Bestätigung, nach erfolgter Anmeldung ein Gewerbe betreiben zu dürfen. 

Der Gewerbeschein ist sozusagen das Ergebnis einer Gewerbeanmeldung, ein ausgefülltes, unterschriebenes und gestempeltes Formular vom Gewerbeamt.

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Kosten für Gewerbeanmeldung

Der formale Akt der Gewerbeanmeldung beginnt also beim zuständigen Gewerbeamt mit der Beantragung des Gewerbescheins. 

Die Gebühren werden übrigens von jedem Amt unterschiedlich festgelegt, sodass mit Kosten zwischen 20 und 70 Euro im Mittel gerechnet werden kann. 

Konkretes ist beim zuständigen Gewerbeamt in Erfahrung zu bringen, es gibt keine bundesweit einheitlichen Gebühren. 

Betreibt man bereits ein Gewerbe, so kann man eine Gewerbe-Ummeldung beantragen. Diese ist in der Regel mit 10 bis 20 Euro deutlich günstiger.

Zusatzkosten im Rahmen der Anmeldung können durch die notwendige Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, eines Auszuges aus dem Gewerbezentralregister (je ca. 13 Euro) oder die Vorlage einer Handwerks-/Gewerbekarte (ca. 80 bis 250 Euro) anfallen.

Auch der Faktor Zeit kostet Geld, weshalb man diese Anmeldung schnellstmöglich durchziehen sollte. 

Zu beachten ist, dass es sich beim Gewerbeschein um eine unerlässliche Grundvoraussetzung handelt. Wer ohne eine Gewerbeanmeldung Geschäfte betreibt, riskiert ein Bußgeld und mitunter hohe Nachzahlungen. 

Wer sein Gewerbe nicht anmeldet und trotzdem geschäftlich aktiv wird, muss mit Bußgeldern rechnen - Bundesministerium für Wirtschaft und Umwelt.

Notwendige Dokumente für Gewerbeanmeldung

Um den Gewerbeschein zu erhalten, sind im Anmeldeformular persönliche und betriebliche Details anzugeben. 

So muss u.a. der Umfang der gewerblichen Tätigkeit möglichst exakt angegeben werden. Allzu eng sollten die Formulierungen für den angestrebten Gewerbeschein aber nicht gewählt werden, um sich keine zukünftigen Handlungsspielräume zu verbauen.

Als Amazon Händler könnte diese zum Beispiel folgendermaßen aussehen: 

„Verkauf von Produkten über Online-Marktplätze, Import, Export und Handel mit Waren aller Art.“ 

Ob diese Bezeichnung allerdings von deinem Gewerbeamt akzeptiert wird ist vom Gewerbeamt abhängig. 

Es kann aber auch sein, dass du aufgefordert wirst deine Tätigkeit noch detaillierter zu beschreiben. 

Wichtig: Sobald du auch Tätigkeiten ausführst die über die eingetragene Beschreibung hinausgehen musst du dies nachtragen lassen.

In vielen Fällen der gewerblichen Tätigkeit reicht es aus, neben dem Formular zur Gewerbeanmeldung ein Führungszeugnis und einen Zentralregisterauszug einzureichen. 

Anhand dieser Dokumente soll die persönliche Eignung des Antragstellers für einen Gewerbeschein beurteilt werden.

Die Gewerbeanmeldung an sich ist sehr einfach und kein großer Aufwand. Nach der Anmeldung musst du aber in den darauf folgenden Wochen oft noch einige wenige Dokumente ausfüllen, die du vom Gewerbeamt erhältst. 

Du erhältst einen kleinen Fragebogen, den du ausfüllen musst. In den meisten Fällen kannst du auch auf der Website deines zuständigen Gewerbeamts diesen Fragebogen herunterladen, und dann via E-Mail den zuständigen Beamten schicken.

Nach der erfolgreichen Beantragung gilt der Gewerbeschein dauerhaft, also ohne zeitliche Begrenzung. 

Sobald das Gewerbe angemeldet und der Gewerbeschein erteilt ist, wird das Gewerbeamt automatisch das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft (zwecks Unfallversicherung), die IHK, das Gewerbeaufsichtsamt und das Amtsgericht für einen Eintrag in das Handelsregister informieren. 

Zusammenfassung / Checkliste Gewerbeschein 

  • Das Formular zur Gewerbeanmeldung ist gewissenhaft auszufüllen und beim Gewerbeamt einzureichen.
  • Die Kosten für diesen Verwaltungsakt variieren von Gemeinde zu Gemeinde.
  • Dieser Antrag wird vom zuständigen Sachbearbeiter mit einem Stempel versehen und unterschrieben. Er fungiert dann als Gewerbeschein, also als Beleg für die erfolgreiche offizielle Anmeldung der gewerblichen Tätigkeit.
  • Bei der Anmeldung des Gewerbes muss die Identität geprüft werden (gültiger Personalausweis oder Reisepass erforderlich!)
  • Eignung des Antragstellers: Neben einem polizeilichen Führungszeugnis sind auch Unbedenklichkeitsbescheinigungen vom Finanzamt ggf. einzureichen
  • Sofern ein Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist, so muss auch dem Gewerbeamt ein dementsprechender Auszug vorgelegt werden.
  • Antragsteller, die keine deutsche Staatsangehörigkeit haben, müssen für den Gewerbeschein auch eine Aufenthaltsgenehmigung vorlegen


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Schritt 4: Steuern zahlen

Nun kann der Handel auf Amazon beginnen und im besten Fall Gewinn erzielt werden. 

Ausgangsbasis für die Bemessung der Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag. Dies ist der nach Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuerrecht zu bestimmende Gewinn.

Die darauf anfallenden Steuern unterscheidet sich je nach Region. In strukturschwachen Regionen ist der Gewerbesteuerhebesatz nämlich immer etwas niedriger, um neue Unternehmen anzulocken. 

In strukturstarken Regionen wie z.B. Frankfurt, München, Hamburg oder Berlin hingegen ist dieser natürlich entsprechend hoch. In der Regel liegt der Gewerbesteuerhebesatz bei ca. 15 bis 16 Prozent des erzielten Gewinnes.

Bedenke auch, dass bei Personen, sowie Personengesellschaften ein Freibetrag von 24.500 Euro gilt.

Hier ist ein Beispiel der Berechnung der Gewerbesteuer:

Gewinn: 100.000 Euro

Freibetrag: 24.500 Euro

Gewerbeertrag: 100.000 Euro - 24.500 Euro = 75.500 Euro

Gewerbesteuermessbetrag: 75.500 x 3,5/100 = 2642.5 Euro

Zu zahlende Gewerbesteuer: 2642.5 Euro x 3.0 (300 Prozent Hebesatz) = 7927.5 Euro 

Hier findest du eine Übersicht der verschiedenen Hebesätze in Deutschland.

Neben der Gewerbesteuer musst du die Umsatzsteuer und die Einkommenssteuer bezahlen.

Die Umsatzsteuer beträgt in Deutschland grundsätzlich 19%.

Die Einkommenssteuer wird folgendermaßen berechnet:

Zu versteuerndes Einkommen x Einkommensteuersatz = Einkommensteuer

Da die manuelle Berechnung der Einkommenssteuer relativ kompliziert ist, gibt es einen Einkommenssteuer-Rechner des Bundesministeriums für Finanzen.

Neben den steuerlichen Aspekten fallen natürlich auch noch andere Kosten (Steuern, Zölle, etc.) an. 

Ob sich der Verkauf eines Produktes lohnt, lässt sich mit diesem Amazon FBA Rechner AMZScout ermitteln.

Fazit

Es ist also möglich, ohne Eintrag ins das Handelsregister als Kleingewerbetreibende ein Amazon FBA Business aufzubauen. 

Dabei wird für natürliche Personen und Personengesellschaften ein Freibetrag für die Gewerbesteuer von 24.500 € gewährt. 

In jedem Falle muss allerdings ein Gewerbeschein beim Gewerbeamt beantragt werden, um rechtmäßig Handel betreiben zu dürfen.

Sobald das Gewerbe angemeldet wurde, kann der Marktplatz von Amazon als Verkaufsplattform genutzt werden. In unseren Anleitung Amazon Seller Account erstellen findest du hilfreiche Tipps dazu.

Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Artikel weiterhelfen konnten und einen guten Überblick über die unterschiedlichen Rechtsformen geben konnten, die benötigt werden, um ein Amazon FBA Gewerbe anmelden zu können. 

Wenn Du noch weitere Fragen hast, dann schreib uns doch einfach eine Mail an info@smart-minded.com oder kommentiere direkt unter diesem Beitrag.

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1 Kommentar

  • Hallo Moritz,

    super Artikel.

    Ich hätte mich eigentlich dazu entschlossen als Kleinunternehmer ein Amazon FBA Business aufzubauen. Leider gibt es wohl wie man im Seller Forum sieht, erhebliche Probleme mit der Umsatzsteuer. Hast du in dieses Thema einblick und könntest dazu einen Artikel schreiben?

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